Liebe Leserin, lieber Leser,
Schön, dass Sie sich die Mühe machen, unseren CSR-Bericht zu lesen. Im Jahr 2018 begannen wir mit der Zertifizierung für das Green Key-Gütesiegel und dies ist unser erster CSR-Jahresbericht. Wir entschieden uns aus verschiedenen Gründen für eine Zertifizierung. Der wichtigste Grund war, es nicht nur bei guten Vorsätzen zu belassen, sondern CSR auf ganz verschiedenen Gebieten anzuwenden. Durch das Durchlaufen des Zertifizierungsprozesses konnten wir strukturiert vorgehen und die Green Key-Organisation hatte das Fachwissen im Haus, um uns zu beraten. Außerdem möchten wir gegenüber unseren Gästen transparent sein, wer wir wofür stehen.
Wir teilen gerne mit Ihnen, wie wir gesellschaftlich verantwortungsvolles Handeln umsetzen, und nachfolgend erläutern wir Ihnen für jeden Teilbereich, welche Entscheidungen wir treffen.
Verantwortungsvolles Handeln bedeutet, ständig Entscheidungen zu treffen, bei denen Komfort und Freude während des Aufenthalts unserer Gäste an erster Stelle stehen. Für uns ist verantwortungsvolles Handeln eine Suche mit stets neuen Erkenntnissen. Wir haben Freude daran und hoffen, auf diese Weise unseren Beitrag zu leisten.
Was ist Green Key? Green Key ist ein bekanntes internationales Gütesiegel für nachhaltige Unternehmen in der Freizeit- und Tourismusbranche. An diesem Gütesiegel können Sie erkennen, dass wir alles tun, um die Belastung unseres Unternehmens für Natur und Umwelt zu minimieren. Damit gehen wir noch einen Schritt weiter, als die normalen Gesetze und Vorschriften verlangen. Das höchstmögliche ist Gold, und wir sind super stolz, dass uns dies bereits im ersten Jahr gelungen ist.
Energie — seit 2018 kaufen wir Ökostrom und grünes Propangas ein.
Verwaltung — wir streven nach einer papierlosen Verwaltung, deshalb empfangen und versenden wir Rechnungen und Newsletter am liebsten digital. Aber erhalten unsere Kunden Rechnungen oder Informationen lieber per Post, dann tragen wir dem Rechnung.
Einkauf — wir treffen immer mehr bewusste Entscheidungen. Wir entscheiden uns für schönes Design, aber eben aus recyceltem Material — wie den Sandkasten, die Parkbänke und den Picknicktisch. Öko- und Fairtrade-Reinigungsmittel, Papier, Kaffee usw. sind eigentlich die einfachen Entscheidungen und die Quick-Wins.
Abfall — wir haben Container für Glas, Papier, Grün- und Restmüll. Sperrmüll wird sortiert: Alte Fahrräder gehen an einen Hobby-Fahrradmechaniker, ein schönes Schuhregal oder Pflanzgefäß bekommt über die lokale Verkaufsseite ein zweites Leben. Was noch fehlt, ist eine getrennte Plastiksammlung. In den Niederlanden gibt es nicht genügend Verwertungskapazität für Haushaltsplastikmüll. So kann es vorkommen, dass die Gemeinde zwar Plastikmüll sammelt, aber Freizeitbetriebe den Plastikmüll nicht getrennt entsorgen können. Wir fordern weiterhin Aufmerksamkeit für dieses Problem — bei der Gemeinde, den Müllentsorgern und den Branchenverbänden. Außerdem halten wir die Umgebung sauber von herumliegendem Müll.
Grünpflege — im Grünmanagement machen wir die größten Schritte. Der Gesetzgebung vorgreifend haben wir beschlossen, keine chemischen Pestizide zu verwenden. Der Erholungssektor hat einen Green Deal bis 2020. Das bedeutet, dass noch nicht viele gute Alternativen vorhanden sind. Das stellt uns vor Herausforderungen wie Unkrautmanagement und Schädlinge in den Erlenhecken. Die Läuse bekämpfen wir effektiv mit Florfliegen. Die Erlenblattkäfer haben wir mit einem biologischen Mittel bekämpft, aber leider noch nicht so erfolgreich. Wir haben einen Biodiversitätskurs besucht und wenden diesen auf unserem Gelände an — zum Beispiel indem wir die Kopfweiden nicht alle gleichzeitig schneiden, sondern jedes Jahr einen Teil.
Sozial engagiert — wir arbeiten so weit wie möglich mit lokalen Lieferanten zusammen und mieten externe Arbeitskräfte über die Werkstatt für behinderte Menschen an. Auf gesellschaftlicher Ebene leisten wir einen Beitrag zur Lebensqualität in Brouwershaven.
Im Jahr 2018 erhielten wir viele positive Reaktionen auf unsere Zertifizierung, hauptsächlich von unseren Kunden. In unserem Umfeld hörten wir manchmal die Bemerkung, dass das alles nur Tropfen auf den heißen Stein sind. Die Zeit wird es zeigen, denn wir können die Wirkung unserer Entscheidungen nicht direkt sehen. Wir schätzen uns glücklich, dass wir uns in einer Position befinden, Entscheidungen zu treffen, die manchmal mehr Mühe oder Geld kosten. Wir haben mittlerweile die Erfahrung gemacht, dass es per Saldo finanziell auf dasselbe hinausläuft, aber dass die Befriedigung bei der Arbeit viel größer ist. Wir sind davon überzeugt: Wenn Sie die Welt verändern wollen, müssen Sie bei sich selbst anfangen.
Brouwershaven, Mai 2019 — Debby, Twan, Paula und Patrick · Caravanpark Grevelingenpolder
Liebe Leserin, lieber Leser,
Wir sind den eingeschlagenen Weg enthusiastisch weitergegangen. Nach den Quick-Wins sind die Erfolge schwieriger zu erzielen. Aber es gibt sie.
Abfall — im Bereich des Abfalls haben wir wirklich einen kleinen Erfolg erzielt: Endlich können wir PMD (Kunststoff, Metall und Getränkekartons) sammeln. Dafür haben wir bei den Müllentsorgern ordentlich Alarm schlagen müssen, aber es hat geklappt. Die Menge an PMD, die wir sammeln, gibt uns allerdings zu denken — das muss doch auch anders gehen? Das gilt übrigens auch für die Menge an Sperrmüll, die wir jährlich sammeln. Wir fragen uns, was wir tun können, damit das Bewusstsein bei unseren Gästen ankommt: ablehnen, reduzieren, wiederverwenden, umwidmen, recyceln. Und wo können wir das ermöglichen? Noch ein Weg zu gehen in diesem Bereich.
Zirkuläres Bauen — außerdem haben wir mithilfe von Impuls Zeeland untersucht, welche Chancen für uns im Bereich des kreislauforientierten Bauens liegen. Eine interessante Welt, die noch in den Kinderschuhen steckt, aber vielversprechend ist. Wir treffen Vorreiter und untersuchten selbst die Möglichkeit, ein kreislauforientiertes Gartenhaus zu bauen. Kein einfacher Weg, aber durch Hinfallen, Aufstehen und Nachjustieren kommen wir unserem Ziel immer näher.
Grüner Schlüssel Gold — auch in den Jahren 2019 und 2020 erhielten wir erneut eine goldene Zertifizierung. Ein schöner Ansporn, den guten Weg weiterzugehen.
Brouwershaven, Mai 2021 – Debby, Twan, Paula und Patrick · Campingplatz Grevelingenpolder
Liebe Leserin, lieber Leser,
Mittlerweile ist dies der dritte CSR-Bericht und wir haben wieder viel zu erzählen:
Gartenhäuser — wir untersuchten die Möglichkeit, die alten Gartenhäuschen bei der Produktion neuer Gartenhäuschen zu nutzen. Dabei erhielten wir Hilfe von Economisch Impuls Zeeland, einem Architekten, einem Materialexperten und einer Behindertenwerkstätte. Nach langem Abwägen, Reden und Zeichnen wurde ein Prototyp gebaut. Und obwohl das Ergebnis sich durchaus sehen lassen konnte, gab es zu viele Haken und Ösen, um hiermit fortzufahren. Das war für alle Beteiligten eine Enttäuschung — aber das Sprichwort lautet: Besser halb umgekehrt als ganz abgeirrt. Und so haben wir von neuem begonnen, aber jetzt mit einem zirkulären Gartenhäuschen, das mit neuen Materialien gebaut ist. Wieder vollständig auseinanderzunehmen und wiederzuverwenden, mit einer hohen Brandsicherheit. Außerdem wenden wir Gründächer an. Demnächst wird das erste Gartenhäuschen aufgestellt werden.
Abfall — wir nahmen am Interreg 2 Meere-Projekt FACET teil, das auf die Beeinflussung des Abfallverhaltens von Gästen und die Gestaltung von Gewerbeabfallströmen ausgerichtet ist. Wir beginnen mit dem Selbstkompostieren von Grünabfall und verbessern weiterhin Gewerbeabfallströme. Wir untersuchten, ob wir Schnittabfall an das Biomassekraftwerk in Sirjansland liefern konnten, aber das erwies sich (noch) als nicht möglich. Ein großer Gewinn ist beim Sperrmüll zu erzielen. Viele Dinge finden ihren Weg zu Secondhandläden oder Marktplaats, bevor sie abtransportiert werden. Über einen Newsletter bitten wir unsere Gäste, selbst dafür Sorge zu tragen und beim Kauf mehr nachzudenken.
Grün – die Plage der Erlenblattkäfer in unseren Erlenhecken erwies sich ohne chemische Mittel als nicht zu bekämpfen – diese verwenden wir nicht mehr. Deshalb haben wir an einem landesweiten Versuch teilgenommen, sie mit natürlichen Feinden zu bekämpfen, aber leider erwies sich die Population als zu groß. Deshalb beschlossen wir, die Erlenhecken durch eine andere Hecke zu ersetzen: eine Mischung aus Heckengepflanzen, um weniger anfällig für Plagen und Krankheiten zu sein. Dies erweist sich als eine gute und schöne Lösung – jedes Jahr wird ein Teil der Erlenhecken ersetzt. Außerdem säten wir Weißklee an, um anderen Unkräutern entgegenzuwirken. Ganz glatt lief das noch nicht, aber wir versuchen es noch einmal.
Brouwershaven – Durch die Ausübung verschiedener Vorstandspositionen engagieren wir uns weiterhin für Brouwershaven. Mittlerweile wurden bereits etliche Erfolge erzielt – sichtbar durch die Millioneninvestitionen in das Zentrum und den Jachthafen. Aber wir setzen uns auch weiterhin für ein gutes gegenseitiges Einvernehmen und ein gutes Lebensklima ein. Brouwershaven hat sich in den letzten Jahren wieder auf die Landkarte gesetzt, und man merkt, dass die Einwohner wieder stolz auf Brouw sind und unsere Besucher gerne hierherkommen und bleiben.
Wir schätzen uns immer noch glücklich, dass wir auf Schouwen-Duiveland wohnen und wirtschaften dürfen, und werden diese Insel, ihre Einwohner und Besucher weiterhin wertschätzen.
Brouwershaven, 20. Mai 2022 — Debby, Twan, Paula und Patrick · Ferienpark Grevelingenpolder
Liebe Leserin, lieber Leser,
Biodiversität: Ackeränder und Bienenfreundlichkeit — im Einklang mit unseren nachhaltigen Ambitionen haben wir 2024 mit der Anlegung von Ackerstreifen begonnen, eingesät mit einer speziellen Bienenmischung. Diese Streifen entlang unserer Äcker sind dazu gedacht, einen günstigen Lebensraum für Bienen, Schmetterlinge und andere Bestäuber zu bieten. Die jungen, keimenden Blumenpflänzchen erwiesen sich als attraktiver Snack für unsere Alpakas. Durch eine unglückliche Verkettung von Umständen entdeckten wir das erst spät — die meisten Samen waren zu dem Zeitpunkt bereits verschwunden. Dadurch ist das Projekt in diesem Jahr nicht zur Blüte gekommen, im wahrsten Sinne des Wortes.
Neuer Versuch im Jahr 2025 — wir lassen uns jedoch nicht entmutigen. Im Jahr 2025 starten wir einen neuen Versuch. Mit einem besseren Schutz der Ackerränder hoffen wir, das ursprüngliche Ziel doch noch zu erreichen. Das Bienenhotel steht schon — jetzt fehlen nur noch die Blumen.
Ladestationen und Neugestaltung des Zentrumsbereichs — Nachhaltige Mobilität bleibt für uns ein wichtiger Schwerpunkt. Wir hätten gerne Ladestationen auf dem Parkplatz installiert, aber dort erwies sich keine geeignete Stromversorgung als verfügbar. Der bestehende Anschluss funktioniert über einen Dämmerungsschalter für die Laternenpfähle und ist daher für Ladeinfrastruktur nicht verwendbar.
Wir verlegen deshalb unseren Fokus auf das Zentrumsgebiet. Hier entsteht sehr wohl ein Anschluss und gleichzeitig nutzen wir die Chance, dieses Stück Grevelingenpolder mit Ladepunkten und zusätzlicher Grünanlage neu zu gestalten. So kombinieren wir Nachhaltigkeit mit einem angenehmen Lebensraum.
Neue Spielwiese — weil die Spielgeräte im Zentrum den Ladesäulen weichen mussten, haben wir die Spielwiese in Angriff genommen. Wir richten diese als vollwertigen Spielplatz neu ein. Nicht nur für unsere jüngsten Gäste, sondern auch für die Kinder aus dem nahegelegenen Brouwershaven. So entsteht ein Ort, an dem Spiel, Begegnung und Verbindung im Mittelpunkt stehen.
Gemeinsam machen wir den Grevelingenpolder grüner, schöner und nachhaltiger.
Brouwershaven, 30. Dezember 2024 — Debby, Twan, Paula und Patrick · Ferienpark Grevelingenpolder